Padre Dietmar Kraemer Himno Nacional de Bolivia
 

Herzlich willkommen bei der
kath. Pfarrei Llica "Nuestra Señora de la Asunción" Mariä Himmelfahrt
kath. Pfarrei Tahua "San Juan Bautista"
Johannes der Täufer
Llica/Tahua - Provincia Daniel Campos - Potosí - Bolivia

Llica Februar 2007

06.02.2007
Liebe Webtagebuchleser:

Nachdem ich das bei uns in vielen Dörfern gefeierte Fest "Mariä Lichtmess" gut überstanden habe, will ich nun wirklich wieder 'mal von mir hören lassen. Anfang Januar hatte der ersehnte Regen eingesetzt, doch endete die Regenzeit nach einer guten Woche zunächst mit einem heftigen Unwetter. Nach zwei Stunden Sintflutartigen Regenfällen schossen durch einige Gassen Llicas bis zu einem Meter hohe Fluten. Das Pfarrhaus liegt erfreulicherweise an einer Strasse, die nicht zu den "Kanälen" gehört. Da unsere Häuser alle ohne Keller sind, füllten sich nur die Erdgeschosse und Höfe. Größere Schäden gab es allerdings in Pella, wo wir unser "Landgut", also den Pfarracker haben. Dort rissen die Fluten Kanäle des Bewässerungssystems weg. Der Acker selber mit den Saubohnen blieb von Schäden verschont.

Nach zwei Stunden Sintflutartigen Regenfällen schossen durch einige Gassen Llicas bis zu einem Meter hohe Fluten. Größere Schäden gab es allerdings in Pella, wo wir unser "Landgut", also den Pfarracker haben. Dort rissen die Fluten Kanäle des Bewässerungssystems weg. Der Acker selber mit den Saubohnen blieb von Schäden verschont.

Am 18. Januar stand der lange geplante Wochenendausflug von "Bayern Munich" zu einem Sportturnier in der benachbarten chilenischen Stadt Pica an. Wegen der starken Regenfälle und vieler dadurch unpassierbar gewordener Strassen, zudem stand der Salar unter Regenwasser, war zunächst nicht klar, ob unsere jungen Sportler alle nach Llica kommen können. Schließlich bestand die Pfarrdelegation dann aber doch aus etwas mehr als 30 Mitgliedern, so dass es an besagtem Tag im Morgengrauen in einem Kleinbus sowie dem Pfarrauto in Richtung Grenze losgehen konnte.

Im Gegensatz zum Salar von Uyuni hatte der Salar von Coipasa noch wenig Wasser, so dass wir gut vorankamen, bis sich der Bus eben 'mal festfuhr. Mit dem Vierradantrieb des Pfarrtoyotas war er aber gleich aus dem Salzschlamm gezogen. Die Grenzabfertigung verlief auf beiden Seiten zügig, so dass wir dann am späten Abend wohlbehalten bei unseren Freunden in Pica ankamen. Der folgende Freitag war Badetag am Meeresstrand von Iquique, was am Pazifik liegt. Da wurde auch schon etwas gekickt, wobei die Hälfte des Spielfeldes eben im Meer lag. Samstag und Sonntag waren dann dem Sport gewidmet. Sonntag, versteht sich, erst nach dem Gottesdienst. Diesen hatte ich in der Pfarrkirche von Pica zusammen mit unseren Jugendlichen, die teils auch gute Musiker sind, übernommen. Der für Pica zuständige Pfarrer musste nicht vom 180 km entfernten Iquique kommen.

Wegen der starken Regenfälle und vieler dadurch unpassierbar gewordener Strassen, zudem stand der Salar unter Regenwasser, war zunächst nicht klar, ob unsere jungen Sportler alle nach Llica kommen können. Schließlich bestand die Pfarrdelegation dann aber doch aus etwas mehr als 30 Mitgliedern, so dass es an besagtem Tag im Morgengrauen in einem Kleinbus sowie dem Pfarrauto in Richtung Grenze losgehen konnte. Nach Karneval enden die Schul- sowie Semesterferien in Bolivien, was in die Schulstadt Llica erneut Leben bringen wird. Trotz dem offiziellen Regierungsslogan: "wir sind auf dem Weg zum Sozialismus" und der vom Erziehungsministerium propagierten "religionsneutralen Schulausbildung", inzwischen hat der Minister aber gewechselt, hat mich der Direktor der Lehrerausbildungsstätte "Franz Tamayo" wiederum zum Ethikunterricht bei dem Anfangssemestern eingeladen. Ob der allerdings stattfinden kann, steht noch in den Sternen geschrieben. Direktion und Schülervertretung stehen zu Semesterbeginn vor einer offenen Auseinandersetzung.

Ähnlich wie in Deutschland sind auch in Chile die Gottesdienstbesucher zumeist ältere Herrschaften, so fielen unsere Jugendliche angenehm auf. Versteht sich, dass "Bayern Munich" alle Spiele gewann und wir wieder einmal als Meister heimkehrten. Schön waren aber auch die vielseitigen Treffen mit chilenischen Jugendlichen. Mit zu unserer Delegation gehörten auch drei Seminaristen aus Potosí. Zwei davon hatten ihr praktisches Jahr in Llica absolviert, der dritte will dieses Jahr hier in Llica als Religionslehrer am Gymnasium arbeiten. Seit der Rückkehr aus Chile hat es in Llica nicht mehr geregnet, so dass inzwischen auch der Salar von Uyuni abgetrocknet ist und ich wieder nach Uyuni zum Einkaufen fahren kann.

Nach Karneval enden die Schul- sowie Semesterferien in Bolivien, was in die Schulstadt Llica erneut Leben bringen wird. Trotz dem offiziellen Regierungsslogan: "wir sind auf dem Weg zum Sozialismus" und der vom Erziehungsministerium propagierten "religionsneutralen Schulausbildung", inzwischen hat der Minister aber gewechselt, hat mich der Direktor der Lehrerausbildungsstätte "Franz Tamayo" wiederum zum Ethikunterricht bei dem Anfangssemestern eingeladen. Ob der allerdings stattfinden kann, steht noch in den Sternen geschrieben. Direktion und Schülervertretung stehen zu Semesterbeginn vor einer offenen Auseinandersetzung.

Seit Tagen sind die Angestellte des Bürgermeisteramtes am Streiken, da sie seit Monaten ohne Bezahlung dastehen. Das marode Bürgermeisteramt mit drei "Amtsinhabern" sitzt eben auf eingefrorenen Konten. Licht- und Wasserversorgung sind zusammengebrochen. Ich hole das Wasser fürs Pfarrhaus derzeit aus dem 10 km entfernten Pella, wo wir unseren Acker haben.
Padre Dietmar Krämer

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P. Dietmar Krämer, Casilla 194, Tupiza, Bolivien

Bischof Diözese Potosí Die Pfarreien Llica und Tahua gehören zur Diözese Potosí in Bolivien, dessen Bischof MONS. Ricardo Centellas ist.

Weltkirche: www.padre-dietmar-kraemer.de/ und www.llica-bolivien.de/

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